Unternehmen

Die Geschichte einer Oldenburger Druckerei: Prull-Druck

Seit der Gründung als Buchdruckerei im Jahr 1925 ist das Unternehmen in Familienhand. In drei Generationen hat sich aus dem kleinen Familienbetrieb eine weltoffene, mittelständische Druckerei mit fester regionaler Verwurzelung entwickelt. Die regelmäßige Orientierung an aktuellen Standards sowie die kompromisslose Modernisierung und hohe Investitionsbereitschaft stehen für Mittelstand, wie wir ihn uns wünschen: Heimatbezogen und weltoffen, traditionsbewusst und modern, freundlich und sachlich kompetent.

Hugo-Karl-Prull

Am 5. März 1925, zwei Tage vor seinem 23. Geburtstag, setzte der Buchdrucker Hugo Karl Prull seinen Wunsch in die Tat um und machte sich selbständig.

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Von Anfang an war seine Maxime: „Kaufe nie, was Du nicht gleich bezahlen kannst!“ Also fand das junge Unternehmen zunächst seinen Sitz in der 14 Quadratmeter großen Wohnstube seiner Eltern am Scheideweg 27.

Elternhaus-Druckerei-Prull

Der Maschinenpark bestand aus einem Viktoria-Tiegel und einer Handschneidemaschine. Dass der Vater des frischgebackenen Firmeninhabers Tischler war, traf sich gut: Er baute dem Sohn die ersten zwei Setzregale.

Historische-Drucksachen-Druckerei-Prull

Eine Firmengründung hatte 1925 durchaus etwas Abenteuerliches: Arbeitslosigkeit und Kapitalmangel charakterisierten eine überaus schlechte Wirtschaftslage. Aber Hugo Prull ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit Fleiß und Geschicklichkeit arbeitete er bis spät in die Nächte hinein. Formulare und einfache Drucksachen waren seine ersten Aufträge.

Elternhaus-Prull

Der Erfolg blieb nicht aus: Schon nach einem Jahr konnte die Druckerei aus der Wohnstube ausziehen; hinter dem Wohnhaus wurde ein kleines, einstöckiges Betriebsgebäude gebaut. 1929 wurde dieses erste Gebäude um ein zweites Stockwerk erweitert und schon 1932 kam dann ein zweites, größeres zweistöckiges Gebäude dazu.

 

Arbeit-Druckerei-Prull

Im Jahr 1939 arbeiteten bereits elf Mitarbeiter am Scheideweg 27 an drei Schnellpressen, einem Heidelberger Tiegel und verschiedenen Hilfsmaschinen zur Weiterverarbeitung des bedruckten Papiers. Nach dem Krieg, den der Betrieb glücklicherweise ohne nennenswerte Schäden überstanden hatte, ging die Arbeit am Scheideweg weiter. Neun Mitarbeiter zählte das Unternehmen 1945 noch, wuchs dann aber unaufhaltsam weiter.

1948 kam die „zweite Generation“ ans Ruder. Hugo Prulls Sohn Hans trat in die Fußstapfen des Vaters und begann im elterlichen Betrieb eine Lehre als Schriftsetzer. Anschließend arbeitete er dort auch als Geselle. 1954 legte er erfolgreich seine Meisterprüfung ab und wuchs langsam in die Geschäftsführung hinein.

Seit 1987 ist Hergen Prull als Repräsentant der dritten Generation ins Unternehmen eingetreten. Nach erfolgreicher Beendigung des Studienganges Druckereitechnik zunächst angestellt ist er seit 1995  als Geschäftsführer tätig.

Betriebsgebäude-Druckerei-Prull

Dem ursprünglichen Gebäude der Firma Prull-Druck wurden von 1949 bis 2012 mehr als zwölf Anbauten hinzugefügt. Das größte Projekt entstand 1972 als dreistöckiges Betriebsgebäude mit einer Nutzfläche von rund 1000 Quadratmetern. So hat sich aus den ursprünglichen 14 Quadratmetern der elterlichen Wohnstube bis heute eine mehr als 3.500 Quadratmeter große Betriebsfläche entwickelt.

 

Heute werden am Standort Scheideweg auf modernsten Maschinen hochwertige Kataloge, Prospekte, Geschäftsberichte etc. in mittleren und hohen Auflagen hergestellt.

Seit 2005 existiert eine eigene Sparte Digitaldruck, in der kleinere Auflagen und personalisierte Drucksachen hergestellt werden.